Toudiary Langeoog
(Text by Bromme. Thanx, Dude!)
Montag (24.05.) ging es ganz früh bei absolutem Schietwetter mit dem Bandbus und Anhänger Richtung Bensersiel, wo wir dann bei gemäßigtem Seegang auf die Fähre stiegen und gegen Mittag auf Langeoog ankamen. Vom Hafen fährt eine Bimmelbahn über die autofreie Insel Richtung Bahnhof. Dort sichteten wir erstmal die Location, in der Dienstag der Auftritt stattfinden sollte - das "Haus der Insel" ist quasi das Veranstaltungszentrum dort und man konnte kaum übersehen, dass dort im ganzen Mai die Fortbildungswochen stattfinden, überall waren Plakate und Flaggen zu diesem von der Ärtzekammer Niedersachen veranstalteten Event zu erblicken. Wer schon immer mal an Workshops über Depressionen oder Sozialversicherungen teilnehmen wollte, konnte das dort tun. Wir waren aber zum Rocken da und machten nebenbei noch ganz easy Bandurlaub, dieses Mal waren wir wieder zu sechst, Holgi ist nämlich auch wieder mit im Boot gewesen und teilte sich mit mir ein Doppelbett und die Tischtennisplatte.
Deutschland vs. Schweden sozusagen.
Nachdem wir in unser recht vornehmes Hotel eingecheckt hatten, ging es erstmal Richtung Restaurant, der Tag hatte doch etwas an den Kräften gezehrt, anschließend trotteten wir zum Strand und feierten dort Gernots Geburtstag, zwischen Sanddünen und Strandkörben mit einigen Flaschen Jever, fast wie in der bekannten Fernsehwerbung. Der kosmische Mob machte dann noch den Ortskern unsicher, einige Kneipen kamen um unsere ausgelassene Stimmung nicht herum (die Getränkerechnungen waren überirdisch, die Bedienungen mussten wirklich Alles geben...), einmal wurde ein Pinkelbecken um einige Zentimeter und Liter verfehlt, ein anderes Mal kamen wir auf einen Sanddornschnapstrip, der leider etwas länger anhalten sollte. Um 0 Uhr waren wir dann aber alle in der Falle.
Dienstag dann: Frühstück, sich am Strand durchpusten lassen und die Sonne genießen, ab 14 Uhr waren wir dann in der Halle. Der Aufbau und Soundcheck erzog sich dann über den ganzen Nachmittag, abends durften wir noch im piekfeinen Panoramarestaurant dinieren, bevor wir dann zum Haus der Insel starteten. Dort traf uns erstmal der Schock: Die Gäste saßen bei Kerzenlicht und Barjazz vom Plattenteller an langen Tafeln und genossen das Büffet - und wir sollten da dann später spielen?! Kaum vorstellbar, nun stieg doch das Lampenfieber...waren wir vielleicht nicht doch etwas deplatziert dort? Man kann sich ja sagen, dass man sein Ding dort oben auf den Brettern durchziehen will, aber als Band möchte man ja trotzdem immer gefallen und lechzt nach Anerkennung, das kennt jeder Musiker nur zu gut!
Unser netter Betreuuer Wolfgang Heine kündigte uns an und als wir auf die Bühne kamen, trauten wir unseren Augen kaum! Von den ersten Takten von "On The Radio" bis zum letzten Stück wurde DURCHGETANZT (oder wie Peer es beschrieb: "Horizontal Geräkelt") und gesungen, was das Zeug hielt! Die Anwesenden (zwischen 18 und 75 Jahren) feierten eine wirklich wilde Party und uns nach allen Regeln der Kunst ab! Unglaublich!!!! 350 Leute von der Leine gelassen und wir dann auch!
Nach knapp 2 Stunden und ich glaube 6 Zugaben war dann Schluß und wir mischten uns dann nach dem Abbau noch unters Volk und liessen den Abend bei Gassenhauermusik vom Plattenteller ausklingen. Wirklich interessant, wie textsicher man selber bei Udo Jürgens sein kann... (es war hemmungslos dort! ;) Der einst so verhaltene DJ musste dann auch ganz schnell "In Bett", auch von ihm hätte man vorher keine Stripshow erwartet...
Mittwoch fiel allen das Aufstehen schwer, nach 7 Stunden Rückreise kamen wir dann wieder in Hannover an, das Wetter war genauso bescheiden wie am Montag aber auf der Insel schien die Sonne, vielleicht nur für uns, wer weiß!
Wir möchten uns hiermit bei allen Beteiligten und beim Veranstalter für die tolle Zeit bedanken, Organisation und Ablauf waren außer Konkurrenz und werden uns immer in Erinnerung bleiben!
Danke und nich dafür nech! |